die familie schreihals und pippi langstrumpf

 

 

Wenn man die Geschichten der Familie Schreihals und ihrer beiden Söhne liest, kommt man nicht umhin, an Pippi Langstrumpf zu denken. Tatsächlich weisen die Söhne der Familie Schreihals und Pippi Langstrumpf eine Gemeinsamkeit auf: Alle drei sind sie Kinder, die gegen die Normen der Erwachsenenwelt verstossen und die sich nicht so benehmen, wie dies wohlerzogene und brave Kinder tun sollten.

 

Allerdings gibt es zwischen Pippi Langstrumpf und den beiden Söhnen der Familie Schreihals drei  Unterschiede:

 

 

Bei Pippi Langstrumpf hat man den Eindruck, dass sie bewusst und auch absichtlich gegen die Vorschriften und Regeln der Erwachsenen verstösst. Bei Mökö und Luru, den beiden Söhnen der Familie Schreihals, sieht dies anders aus: Sie sind keine aufmüpfigen Kinder, die sich gegen die Erwachsenen auflehnen wollen. Sie sind Kinder,  die unbedacht handeln und die ständig etwas tun, das sie lieber unterlassen hätten.

 

Ein weiterer Unterschied besteht: Pippi ist eine ziemlich wortgewaltige Person. Die beiden Söhne Mökö und Luru dagegen sind dies nicht. Sie sprechen kaum einmal etwas.

 

Und schliesslich noch ein weiterer Punkt: Die Söhne der Familie Schreihals sind Kinder von Eltern, die sich ebenfalls oft jenseits der Norm benehmen. Schon allein ihr Schreien und Brüllen, das ihr alltägliches Tun begleitet, fällt innerhalb der finnischen Gesellschaft aus dem Rahmen. 

 

Doch auch für die Eltern gilt: Besonders wortgewaltige Leute sind auch sie nicht.  Und Revolutionäre, die sich gegen die Normen der damaligen Gesellschaft auflehnen, sind sie erst recht nicht.  Es ist nicht ihre Absicht, dass ihnen jene merkwürdigen und abstrusen Dinge zustossen, die ihnen ständig zustossen. Alles, was ihnen zustösst, so kommentiert Finne denn auch, stösst ihnen rein zufällig zu.