warum kinderbücher?

 

 

Finne selbst war unverheiratet und hatte keine Kinder.

 

Wie ging er vor, als er Bücher für Kinder schrieb?

 

Eigentlich auf die einfachste Art und Weise: Seine literarischen Vorbilder waren Kinder befreundeter Familien.

 

Eines dieser Kinder heisst Lennhart.

 

In seinem wohl berühmtesten Kinderbuch 'Kiljusen herrasväki' kommt ein Knabe mit dem Namen Lennhart vor, der Finne als Vorbild diente. Dieser Knabe heisst mit vollem Namen Karl Lennhart Oesch. 

 

Karl Lennhart Oesch ist  in Finnland eine sehr bekannte Persönlichkeit. Lennhart war der Sohn einer Schweizer Familie, die nach Finnland ausgewandert war. Finne hielt sich oft bei dieser Familie auf.

 

Lennhart Oesch trat als Erwachsener der finnischen Armee bei und musste die Schweizer Staatsbürgerschaft abgeben. Er machte im Militär Karriere. Im Zweiten Weltkrieg war er Generalleutnant der finnischen Armee. Gegen Ende des Krieges übertrug ihm Mannerheim das Kommando über rund zwei Drittel der finnischen Armee. Oesch trug wesentlich dazu bei, dass ein weiterer Angriff der sowjetischen Armee im Jahre 1944 abgewehrt wurde und Finnland ein eigenständiges Land blieb.

 

Es ist von da her kein Zufall, dass in Finnland ein Buch erschienen ist, das Lennhart Oesch gewidmet ist und das den Titel 'Karl Lennhart Oesch. Suomen pelastaja' trägt  -  Karl Lenhart Oesch, der Retter von Finnland.

 

Dafür, dass Lennhart Oesch ein Kind gewesen wäre, das ständig Dummheiten anstellte und ein Chaos verursachte - dafür gibt es jedoch keinen Beleg. Da hat sich Finne offensichtlich von seiner Phantasie leiten lassen.

 

 

 

Quellen:

 

Helge Seppälä: Karl Lennhart Oesch. Suomen pelastaja

Gummerus Jyväskylä, 1998, 

 

Vesa Määttä: K . L. Oesch. Schweizer. Pazifist. finnischer General. Werdverlag 2018